Bye bye Garmin Forerunner. Her mit einer neuen Pulsuhr!

Meine alte Garmin Forerunner 310X kommt in die Jahre, ich brauche eine neue Pulsuhr fürs Training. Erst wollte ich es nicht wahr haben, schließlich ist mir meine Garmin sechs Jahre lang stets eine treue Begleiterin gewesen.

Laufmotivation mit schicker Pulsuhr

Gekauft habe ich die Garmin Forerunner zu Beginn meiner ersten Schwangerschaft als Motivation zum Walking und Kinderwagenschieben. Ich wollte trotz Schwangerschaft und Baby so aktiv wie möglich bleiben und keinesfalls an Fitness verlieren. Laufen OHNE Kilometer-Tracking und Ziel-/Zeitvorgabe lag zu dem Zeitpunkt einfach außerhalb meiner Vorstellungskraft. Meine alte Beurer musste weichen und wurde ersetzt durch die (damals) neue Garmin Forerunner 310X mit GPS Funktion und diversen Auswertungsmöglichkeiten. Mit so einer schicken Pulsuhr am Handgelenk fühlte ich mich (auch mit dickem Bauch) gleich viel fitter.

Probleme mit der Datenauswertung

Doch der Funke wollte nie so richtig überspringen. Vor allem die Auswertung am PC empfand ich als furchtbar kompliziert, da sich die Daten nicht einfach auf Knopfdruck übertragen lassen wollten. Ich versuchte es mit Stick, mit Kabel, mit Kundenservice, mit Software-Updates. Mal funktionierte es, meistens aber nicht. Am Ende war ich so frustriert, dass ich mir die Ergebnisse nach dem Training eigentlich gar nicht mehr anschaute. Ich wartete bis der Speicher vollgelaufen war und übertrug die Daten nur noch, um wieder Platz für neue Aufzeichnungen zu schaffen. Für die tatsächliche Auswertung verwende ich mittlerweile mein Handy und Runtastic, was für mich allerdings am Sinn einer guten Puls- oder Fitnessuhr vorbeigeht.

Vielseitig, robust, wassertauglich

Von der Datenübertragung einmal abgesehen, war ich eigentlich ganz zufrieden mit meiner Garmin. Sie funktionierte an Land wie im Wasser, zeigte Pace, Rundenzeit und Gesamtkilometer zuverlässig an. Außerdem ließ sie sich mit Adapter problemlos ans Fahrrad und den Chariot montieren. Mehr brauchte ich nicht.

Mittlerweile aber zickt die Pulsmessung. Meistens renne ich, laut Pulsuhr, mit einem Puls von 220, kann mich dabei aber hervorragend unterhalten. Anfangs war ich regelrecht schockiert von meinem Fitnesszustand und blieb immer wieder stehen, um manuell meinen Puls zu messen. Eine Aeroscan-Analyse bei laufSinn in Ulm aber machte deutlich, dass ich gar nicht so unfit bin. Es war die Uhr. Von meinem großen Motivator vor sechs Jahren war nicht mehr viel übrig geblieben. Reinigen, Batterie wechseln, Datenmüll entfernen, nichts half. Jetzt will sie nicht einmal mehr starten. Ich fürchte, meine Garmin ist einfach in die Jahre gekommen.

Natural Running ohne Pulsuhr ist nichts für mich

Seit einigen Wochen laufe ich nun ohne Pulsuhr, ganz nach Gefühl. Die Auswertung meiner Läufe erfolgt mit Handy und Runtastic.

Es ist natürlich eine gute Sache, wenn man in seinen Körper hineinhört, sich nicht überanstrengt. Bei mir aber führt es zu Faulheit. Ich laufe aus Prinzip nur im Fettverbrennungs-Bereich. Dies wurde bei der letzten Leistungsdiagnostik wieder ganz deutlich. Sobald ich den Fettverbrennungs-Bereich auch nur ansatzweise verlasse, finde ich Laufen anstrengend und werfe das Handtuch. Das steckt einfach tief in mir drin: Kräfte sparen. Nur werde ich damit nicht schneller oder fitter.

Die Lösung: Ich muss mit jemandem laufen, der mein Jammern ignoriert, Tempo macht und mich zieht. Oder ich brauche einen Trainingsplan mit genauen Vorgaben und dazu eine Pulsuhr, die mir mit einem lauten Pieps signalisiert, dass ich mich nicht so anstellen soll – da geht schließlich noch was!

Außerdem muss die Pulsuhr wassertauglich sein. Seit meiner Teilnahme am Allgäu SwimRun gewinnt Wasser für mich zunehmend an Bedeutung. Beim letzten Kraul-Camp konnten mir alle Hobby-Triathleten stets sagen, wie viele Kilometer wir beim Training geschwommen sind. Ein Blick auf ihre Pulsuhr reichte. Ich hingegen war völlig planlos, denn auf der 25m Bahn verzähle ich mich ständig. Im Freiwasser erst recht, denn mein Handy nehme ich nicht mit ins Wasser.

Die heutigen Pulsuhren sind regelrechte High-Tech-Computer. Vieles davon braucht man wahrscheinlich gar nicht. Mir reichen: GPS, einfache Datenauswertung, Pulsmessung, Pulsbereiche einstellen, Runden, Pace, Höhenmeter, Wassertauglichkeit und Bahnen zählen. Einfache Bedienung vorausgesetzt.

Empfohlen wurde mir von den Triathleten Suunto. Offen bin ich für alles.

Gibt es die perfekte Pulsuhr für SwimRun? Welche Pulsuhr fürs Schwimmen und Laufen kannst du mir empfehlen? Ich freue mich auf dein Feedback in den Kommentaren!

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3 Gedanken zu „Bye bye Garmin Forerunner. Her mit einer neuen Pulsuhr!

  • 05/02/2017 um 8:38 pm
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    Ich habe ja mittlerweile eine Suunto Ambit 3. Die Herzfrequenzmessung beim Schwimmen (über Zwischenspeicher im Brustgurt) macht Spass. Runden- bzw Bahnenzählen funktioniert sehr verlässlich. Autostopp irgendwie nicht (könnte aber auch ein User-Problem sein). Ansonsten vermisse ich ein paar Features meiner alten Garmin 910 XT (die war ich aber eben auch Jahre gewöhnt). Die SwimRun App lässt sich in gewissen Grenzen im APP-Store oder am PC erstellen, richtig toll ist es nicht. Die neuen Topmodelle von Garmin verfügen über den SwimRun Modus – der aber wohl auch nicht 100%ig funktioniert. Von der neuen Suunto Spartan lass lieber noch die Finger: Kinderkrankheiten, nicht ausgereifte Software …. Karten, Planänderungen oder so teste ich nicht aus. Ich laufe und zeichne auf. Nach GPS-Track laufen ist nicht mein Ding.

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  • 04/25/2017 um 10:15 am
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    Ich mah Suunto nicht, da sie auch recht „eingerschränkt“ sind, eine Planungsänderung von unterwegs ist nicht so einfach möglich. Schau Dir mal die Garmin Fenix 5 an, wenn Du Karten magst ist das Modell 5X ein sehr tolles Produkt!!

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    • 04/25/2017 um 12:36 pm
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      Hallo Sepp, danke für den Tipp! Die Garmin Fenix 5 sieht MEGA aus! Leider nicht günstig, aber träumen darf man ja 🙂 Das mit der Suunto finde ich eine interessante Anmerkung, das behalte ich bei einer Suche im Hinterkopf. Liebe Grüße, Charlotte

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