Kutschenmuseum in Hinterstein: Ausflug in eine kleine Traumwelt

Ob groß oder klein, sobald wir Besuch im Allgäu haben, unternehmen wir mindestens einen gemeinsamen Ausflug ins Kutschenmuseum in Hinterstein. Die Reaktion ist seit Jahren die gleiche: „Ins bitte was? Kutschenmuseum? Och nö… Kutschen sind nicht so mein Ding…“. Da können wir noch so sehr argumentieren, dass es sich nicht um ein „echtes“ Museum handelt, vielmehr um eine private Sammlung skurriler Dinge – vor allem eben von Kutschen – des Malermeisters Martin Weber. Kutschen findet einfach nicht jeder auf Anhieb spannend. Die meisten erwarten von einem Allgäu-Urlaub eher eine schöne Wanderung zu einer urigen Alm, viele Kühe, guten Kuchen mit frischer Milch, leckeres Essen mit Kässpatzn, im Winter vielleicht sogar eine romantische Pferdeschlittenfahrt. Aber mit Sicherheit keine alten Kutschen in einem Museum.

Das Museum der etwas anderen Art

Deshalb haben wir es uns angewöhnt, unseren Besucher einfach nichts von unseren Plänen zu verraten, sondern sie zu überraschen. Meistens planen wir einen kleinen Ausflug nach Hinterstein, mit einem gemeinsamen Spaziergang an der Ostrach auf kinderwagenfreundlichen Wegen, wo sich die Kinder zwischendrin bei schönem Wetter am Wasser und auf einem Abenteuerspielplatz austoben können. Und dann, auf einmal, mittendrin, steht dort das Kutschenmuseum. Ist man einmal dort, kommt man gar nicht daran vorbei ohne einen Blick hinein geworfen zu haben. Bereits am Eingang wird man begrüßt von wunderbaren Klangspielen und skurrilen Figuren, wie zum Beispiel einem riesigen bronzenem Stier. Das Kutschenmuseum ist an sich ein ausgebauter Holzstadel mit verschiedenen Ein- und Ausgängen, einem Innen- und Außenbereich, sogar einer Grotte. Die Räume sind alle unterschiedlich dekoriert, stellen verschiedene Welten dar und sind voll mit Puppen, Tieren, Klimbims und natürlich Kutschen. Die Besucher werden beim Eintreten um Stille gebeten, was aber ganz automatisch passiert. Selbst mit Kindern. Dieser Ort hat etwas Magisches. Es glitzert, funkelt und duftet. Bei jedem Besuch entdeckt man eine neue Traumwelt, vielleicht wurde etwas umgestellt oder es kam etwas Neues hinzu.

 

Eine Märchenwelt zu jeder Jahreszeit

Bei meinem ersten Besuch im Allgäu hatte mich mein Mann übrigens ganz ähnlich überrascht. Denn Kutschen waren auch nicht wirklich „mein“ Ding. Wir sind im tiefsten Winter von Hindelang nach Hinterstein durch den Schnee gelaufen. Es wurde schon dunkel, aber wir hatten Stirnlampen dabei. Und auf einmal standen wir vor einem kleinen Holzstadel mit der wunderbaren Märchenwelt des Kutschenmuseums. Damals war alles noch viel kleiner, die Grotte lag außerhalb des Stadels, und doch hatte es es vielleicht gerade deshalb noch etwas ganz Uriges an sich.

Was ich schon damals erstaunlich fand: Das Kutschenmuseum ist ganzjährig von 8 Uhr bis 20 Uhr zugänglich und der Eintritt ist frei (es wird allerdings um eine Spende gebeten). Ist es nicht wunderbar, dass es so etwas überhaupt noch gibt? Vielleicht gehört auch das zur Magie des Kutschenmuseums. Mittlerweile hat sich das Museum jedenfalls fest etabliert und ist sogar zu einer kleinen Berühmtheit geworden. Ein Besuch ist zu jeder Jahreszeit möglich und lässt sich mit allen möglichen Ausflügen und Wanderungen in und um Hinterstein/Bad Hindelang kombinieren.

Hier› geht es zu einer kleinen Runde, die mit Kindern gut geeignet ist.

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Und hier gibt es eine nette Kurzdokumentation mit Martin Weber, dem Künstler, der das Kutschenmuseum ins Leben gerufen hat und es Tag für Tag um neue Traumwelten erweitert:

Dieser Beitrag ist Teil der Blogparade #OutdoorKultur des Blog KulturNatur.

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