Barfußschuhe im Test: leguano aktiv und ballerina

Wir lieben Barfußschuhe! Hatte ich das schon erwähnt? Vor gut einem Jahr haben wir für unseren Jüngsten leguanitos entdeckt, Barfußschuhe für Kinder, die wie Socken aussehen und unheimlich bequem sein müssen. Zumindest nehme ich das an, denn der Kleine trägt seine leguanitos eigentlich ständig und zieht sie auch im Winter zu Hause jeder rutschfesten Socke vor.

leguanitos für die Kleinen, leguanos für die Großen

Bevor er seine leguanitos bekommen hat, habe ich im leguano store die Variante für Erwachsene, leguanos, anprobiert. Leguanos sehen im Prinzip aus wie große leguanitos, mit dem Unterschied, dass es eine größere Auswahl an Modell-Varianten gibt: ballerina, sneaker, classic und primera. Allen Modellen gemeinsam ist das leichte Obermaterial der Socken-Marke „Kunert“ sowie die weiche, widerstandsfähige, aber gleichzeitig rutschfeste Sohle, die den Fuß vor spitzen Steinen, Scherben oder Bienenstichen schützen soll. Hinzu kommt das Modell leguano aktiv, das aufgrund der Schnürung weniger an Socken als vielmehr an echte Barfußschuhe erinnert.

Ich muss allerdings zugeben, dass der Funke zwischen den leguanos und mir beim Anprobieren im Laden noch nicht so richtig überspringen wollte. Draußen Socken anziehen, das konnte ich mir für mich weder optisch noch hinsichtlich des Tragekomforts vorstellen, dafür mag ich Socken zu wenig. Meistens sind sie mir zu eng, oder schnüren gar ein. Und ich habe ja auch schon meine luftigen Luna Sandals, mit denen ich sehr zufrieden bin.

leguano aktiv Barfußschuhe für Sportler

Mittlerweile habe ich meine Meinung geändert. Zum Einen merke ich wie gut und gerne der Kleine in seinen leguanitos läuft. Zum Anderen hatte ich letzte Woche das Vergnügen gleich zwei leguano-Modelle testen und vom Erfahrungsbericht meiner Schwiegermama profitieren zu können. Denn auch sie ist seit über einem Jahr begeisterte leguano Trägerin, und zwar von leguanos aktiv in schwarz und einem Paar ballerinas in türkis. Fazit: Beide Schuhe sind draußen sehr angenehm zu tragen und vor allem im Sommer schön luftig. Häufig werden sie auch zu Hause als Alternative zu Hausschuhen oder rutschfesten Socken getragen. Leider schneiden die ballerinas am Fußspann ein und hinterlassen Abdrücke auf der Haut, obwohl meine Schwiegermama eher schmale Füße hat. Positiv überrascht war sie allerdings vom Tragekomfort der leguanos aktiv, die sie auf einer fünfstündigen Wanderung in der fränkischen Schweiz als Alternative zu Wanderschuhen mitgenommen hat: Die Schuhe schneiden nicht ein und haben einen richtig guten Grip. Sie lassen sich selbst auf schwierigen Waldwegen bergab, und über Felsen, gut tragen. Der Fuß arbeitet dabei kräftig mit ohne zu ermüden.

Nach diesem Bericht wurde ich hellhörig und wollte die leguanos aktiv selbst noch einmal ausprobieren. Die Schuhe sind wirklich sehr flexibel und luftig, die Sohle ist rutschfest und doch schön weich, sodass man auch kleinste Unebenheiten spürt und mit dem Fuß arbeiten kann (im Vergleich dazu sind die Sohlen meiner Luna Sandals Sohlen ziemlich fest). Die leguanos aktiv sitzen nicht so eng am Fuß wie die classic oder ballerinas, sondern schön locker, und sehen auch noch aus wie echte Schuhe. Mein „Socken-Problem“ hat sich mit einem Mal also in Luft aufgelöst. Das klingt für mich nach einem nahezu perfekten Barfußschuh für Alltag, Sport und Wandern.

Was spricht gegen leguanos?

Ein paar kleine Wermutstropfen habe ich jedoch gefunden: Sind die Schuhe einmal nass (was bei einem Spaziergang durch feuchtes Gras schnell der Fall ist), brauchen sie relativ lange bis sie wieder trocken sind. Auch kommt es bei hohen Temperaturen doch mal zu schwitzigen Füßen und stinkenden leguanos. Kurzum: Das Wetter muss einfach passen. Das Problem mit dem Geruch lässt sich zum Glück relativ schnell beheben, denn die Schuhe sind bis 40°C waschbar.

Bleibt für mich noch die Frage, ob die Schuhe auch für Hallensport geeignet sind und a) keine Spuren in der Turnhalle hinterlassen bzw. b) genügend Halt beim Rennen, Turnen oder schnellen Richtungswechseln bieten. Ich persönlich finde, dass meine Füße viel zu sehr im Schuh hin und her rutschen und mir in der Schräge wenig Halt bieten.

Leguanos_Ballerina

leguanos im Winter

Für den Winter sind leguanos bedingt geeignet. Bei einstelligen Plusgraden trage ich gerne ein paar Socken drunter (am liebsten Zehensocken) und nehme die leguano classic Winteredition mit 57% Schurwolle. Das geht gut, so lange ich in Bewegung bleibe. Ein Ersatz für Winterschuhe ist aber zumindest hier im Allgäu nicht.

Welche Erfahrungen habt ihr mit euren leguanos bereits sammeln können? Habt ihr sie vielleicht sogar schon zum Sport oder gar in einer Turnhalle ausprobiert? Wir freuen uns über einen Erfahrungsaustausch unten in den Kommentaren!

Generell gilt: Ans Laufen in Barfußschuhen müssen sich die Füße erst gewöhnen. Wer damit noch keine Erfahrung hat, fängt bitte langsam und in kleinen Schritten an. 10 Minuten am Tag in Barfußschuhen reichen anfangs oftmals schon aus. Es gibt im Internet auch ein paar tolle Übungen, um die Fußmuskultur zu kräftigen, einfach mal googeln.

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6 Gedanken zu „Barfußschuhe im Test: leguano aktiv und ballerina

  • 01/04/2017 um 1:28 pm
    Permalink

    Hi!
    Ich trage die leguanos in verschiedenen Varianten seit 2 Jahren und bin sehr begeistert.
    Im Sommer gerne die Ballerinas. Aber habe ich dieses leichte Einschnüren am Spann auch festgestellt.
    Im Office die schwarzen „office“ und im Fitnesscenter die „Schuhe“. Ich hätte auch gerne mal Wasserfeste, warme für den Winter. Im Winter trage ich die „Adagio“ von Lunge. (Die wurden inzwischen umbenannt)
    LG
    Bettina

    Antwort
    • 01/05/2017 um 8:07 pm
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      Hallo Bettina,
      wasserfeste, warme Leguanos für den Winter wären wirklich mal was. Viele tragen ja Neoprenschuhe, aber die sind mir persönlich zu sehr mit Chemikalien behaftet. Ich habe gehört, dass es dieses Jahr in den Leguano Stores Winterschuhe gab, diese aber sofort vergriffen waren. Ich konnte bisher nicht herausfinden, wie diese Schuhe aussahen. Vielleicht gibt es nächsten Winter etwas Neues? Ich nehme im Winter gerne die Winter-Variante der Leguanos, bei feuchtem Wetter meine Inov-8 Roclite 282 GTX (leider mit 9 mm Sprengung, dafür aber mit Gore-Tex und tollem Grip) und bei richtig viel Schnee meine alten Boots von Sorel.
      Liebe Grüße,
      Charlotte

      Antwort
  • 09/25/2016 um 6:31 pm
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    Also ich trage meine auch im Schnee, ich wüsste nicht warum ich das nicht tun sollte. In herkömmlichen Schuhen hatte ich immer kalte Füße. Jetzt gar nicht mehr, auch wenn sie nass sind.

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    • 09/25/2016 um 7:44 pm
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      Das klingt ja spannend – klar, warum auch nicht im Schnee? Man muss sich wahrscheinlich nur nach und nach daran gewöhnen, oder? Was mich interessieren würde: Welches leguano Modell trägst du denn im Winter? Und bis zu welchen Minus-Temperaturen hast du das schon mal ausprobiert? Ich persönlich bin da, glaube ich, ein wenig empfindlicher, vor allem auch was die Nässe anbelangt. Ich habe mir schon überlegt, wasserdichte Socken auszuprobieren, wie die von SealSkinz (über die bin ich durchs Trailrunning gestolpert)… getestet habe ich sie aber noch nicht.
      Liebe Grüße,
      Charlotte

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  • 02/29/2016 um 11:25 am
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    Danke, On Schu, das ist ja ein tolles Angebot! Unsere ganze Familie ist hier so begeistert von den leguanos und leguanitos, dass demnächst wohl keiner von uns mehr „ohne“ unterwegs sein wird. Mal sehen, für welche Modelle wir uns am Ende entscheiden werden 🙂

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  • 02/26/2016 um 6:34 pm
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    Klasse Bericht, danke Dir. Der Barfußschuh von Leguano ist meine Nr. 1 am Fuß und ab sofort auch zum testen verfügbar. Das heißt alle die nicht die Möglichkeit haben im Laden den Schuh zu probieren, können diesen bei mir sich ein paar Tage ausleihen und auf Herz und Nieren testen.

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