Naturpark Frankenwald: Wo der Hirsch in die Hölle springt

Habt ihr schon mal vom Höllental im Frankenwald gehört? Ich kenne die Gegend noch aus meiner Kindheit, da stand der Teufel (aus Holz) am Eingang zu Hölle (ja, so heißt tatsächlich ein kleiner Ort ). Über das Höllental, gelegen hoch oben in Oberfranken an der bayerisch-thüringischen Grenze, ranken sich so einige Sagen, vor allem aber gibt es dort sagenhaft lustige Namen. Gerade das macht es mit Kindern so spannend diese Gegend im Naturpark Frankenwald zu erkunden. Irgend eine Geschichte gibt es immer zu erzählen.

Zum Hirschsprung und zurück

So zum Beispiel vom Hirsch, der einer Sage nach bei einer Jagd von einem Felsvorsprung ins Höllental gesprungen ist, um den tödlichen Kugeln zu entrinnen. Dort steht er noch heute, bereit zum Absprung, und ganz aus Holz. Passenderweise heißt dieser kleine, aber feine Ort „Hirschsprung“, das Wahrzeichen des Höllentals, ein steiler Felsvorsprung mit fantastischer Aussicht über die Schlucht und einem Blick bis weit hinein nach Thüringen. Das Höllental hat seinen Namen übrigens daher, dass sich ein Mann dieser Gegend mit dem Teufel angelegt haben soll. Der Teufel stampfte daraufhin wütend mit dem Fuß auf den Boden, sodass sich der Boden öffnete und die Schlucht des Höllentals entstand.

Das Höllental ist nicht sehr groß, dafür aber voller abwechslungsreicher kurzer und längerer Wanderwege, Naturpfade und auch Fernwanderwege (Frankenweg, Rennsteig). Bei unserem letzten Ausflug im Herbst haben wir uns aufgrund der Kälte für eine kurze Runde entschieden und sind von Issigau (Gasthaus Hirschsprung) zum Hirschsprung und zurück spaziert. Der Weg ist für kleine Kinder wunderschön zum Laufen, erst über Schotter, dann Trails und Felsen durch den Wald. Den Kinderwagen kann man dabei getrost zu Hause lassen. Zum Hirschsprung hinunter ist Trittsicherheit erforderlich, es ist steil und bei Nässe/Laub sehr rutschig. Wir hatten unsere Vierjährige an der Hand, damit sie den Hirsch zumindest einmal aus der Ferne gesehen hat. Später aber geht es über einen schmalen Steig, welcher wirklich nur für Größere geeignet ist, noch einmal ein Stückchen weiter hinunter bis direkt zur Felskante (dem „Hirschsprung“). Der Ausblick von dort ist (schwindelerregend) phänomenal! Unser Jüngster fand den Spaziergang übrigens auch sehr schön: Dick eingepackt in Fleece-Cover und Tragejacke hat er im Ergo Carrier ALLES verschlafen 😉

[asa matschbar]B005LFR714[/asa]

Im Anschluss lässt sich der Weg beliebig um eine Runde durchs Höllental verlängern. Wir aber sind vom Hirschsprung den gleichen Weg zurück, um uns im Gasthof Hirschsprung in Issigau aufzuwärmen. Wer an ruhigen Tagen in den Genuss der leckeren fränkischen Klöße kommen möchte, dem sei allerdings geraten, sich vor der Wanderung kurz anzumelden.

[asa matschbar]B00BF1FOBI[/asa]

Familien-Übernachtung im Schlenkerle in Issigau

In Issigau lässt es sich übrigens auch gut übernachten. Das Schlenkerle ist ein liebevoll ausgestattetes, fränkisches Ferienhaus mit mehreren Schlafräumen, geeignet für eine ganze Familie. Von dort lassen sich zahlreiche Ausflüge in den Frankenwald, ins Fichtelgebirge oder ins nahe gelegene Thüringen unternehmen.

 

Kommentar verfassen