Was matschbar ist, wer wir sind und warum wir das tun

Wir lieben es draußen zu sein. Große und kleine Abenteuer zu erleben, egal ob in der Stadt, auf den Bergen, am Meer, im Wald oder auf dem Wasser. Wir sind (oder manchmal auch waren) outdoorbegeisterte Bergwanderer, Fernwanderer, Abenteurer, Camper, Kanufahrer, Segler, Schwimmer, Mountainbiker, Trailrunner, Swimrunner oder Tennisspieler. Wir haben Ausrüstung getestet, empfohlen, verkauft. Wir haben jahrelang geschrieben, was funktioniert und was nicht. Wir legen noch immer viel Wert auf Authentizität und Nachhaltigkeit und weniger auf Kommerz.

Aber irgendwann haben wir angefangen, die richtigen Fragen zu stellen. Wie sieht es eigentlich mit der CO2-Bilanz im Sport aus? Ist ein Individualsport besser als ein Mannschaftssport? Warum leiden Profisportler still, während die Öffentlichkeit nur ihre Fehler sieht? Und was ist wirklich gut oder im Nachgang betrachtet doch nicht für jeden ideal?

matschbar entwickelt sich weiter. Wir wollen nicht mehr nur zeigen, was toll ist. Wir wollen hinterfragen, was wir lieben. Kritisch, ehrlich, manchmal unbequem. Nachhaltigkeit ist für uns kein Marketinglabel, sondern eine Haltung. Und Haltung bedeutet auch, Dinge infrage zu stellen. Auch unsere eigenen.

Wir schreiben über Outdoor, Sport, Ausrüstung und das Leben dazwischen. Nicht als Experten, die alles besser wissen. Sondern als Menschen, die sich entwickeln, dazulernen und bereit sind, ehrlich zu sein. Auch wenn es wehtut.

Funktionalität steht weiterhin an erster Stelle. Aber Funktionalität allein reicht nicht mehr. Wir wollen verstehen, was hinter den Dingen steckt. Was sie mit uns, mit anderen, mit der Umwelt machen. Und ob das, was wir tun, noch vertretbar ist oder ob wir umdenken müssen.

Wer schreibt hier?

Charlotte Seidel (charlotte@matschbar.com)

Leidenschaftliche Projektmanagerin, gelernte Sprach- und Kulturwissenschaftlerin, mit Liebe zu Kommunikation, Marketing und Online-Themen, die gerne wieder etwas mehr reisen würde. Während es im Studium nach Kanada, Frankreich und Westafrika ging, steht in den nächsten Jahren vor allem Europa auf der Liste – am liebsten zu Fuß oder mit einem selbst ausgebauten Camper, unbedingt aber mit der ganzen Familie. Outdoorbegeistert in Sachen Trailrunning, (Wildwasser-) Kanadier, Wandern, Trekking und neuerdings SwimRun. Yoga und Tennisspielen macht aber noch viel Spaß.

Lieblingsthemen auf matschbar: Ausrüstung für Kinder, Barfußschuhe, Tourenberichte, Reisen und der immer wieder neue Versuch ihr altes Trainingsniveau beim Laufen (was allerdings nie besonders hoch war) zu erreichen.

 

Philipp (philipp@matschbar.com)

Ich schaue mir Werbung an. Nicht aus Langeweile, sondern weil ich nicht anders kann. An Bushaltestellen analysiere ich automatisch Plakate. Welche Farbe wurde gewählt und warum? Wie wird hier geprimt? Welcher somatische Marker soll gesetzt werden? Beim Einkaufen bleibe ich vor Regalen stehen und denke über Produktplatzierungen nach. Es ist manchmal anstrengend, aber ich kann es einfach nicht abstellen.

Ich habe irgendwann ein bisschen Psychologie studiert. Nicht, um Therapeut zu werden, sondern weil ich verstehen wollte, wie wir ticken. Warum wir kaufen, was wir kaufen. Warum manche Dinge in unserem Kopf hängen bleiben und andere nicht. Marketing ist für mich keine Arbeit. Es ist ein Faible. Eine Neugier, die einfach nicht aufhört.

Wir leben im Allgäu. Nicht wegen der Postkartenidylle, sondern weil wir die Berge brauchen. Nach einem Tag voller Bildschirme, Strategien und Kampagnen muss ich raus. Einen Trail laufen, den Kopf freikriegen, wieder spüren, dass es mehr gibt als Buzzwords und Conversion Rates.

matschbar war nie als Projekt geplant. Es war ein Ventil. Ein Ort, an dem wir – meine Frau und ich – einfach geteilt haben, was uns beschäftigt. Ausrüstung, die wir getestet haben. Gedanken, die uns umtreiben. Dinge, die wir geliebt und später hinterfragt haben.

Barfußschuhe zum Beispiel. Wir waren überzeugt. Haben sie getragen, empfohlen, daran geglaubt. Heute wissen wir: Sie sind nicht für jeden. Und genau das ist der Punkt. Haltung bedeutet nicht, stur zu bleiben. Haltung bedeutet, ehrlich zu sein. Auch mit sich selbst. Auch wenn es unbequem wird.

Wir entwickeln uns weiter. matschbar auch. Nicht weil wir einen Businessplan haben, sondern weil wir verstanden haben, dass Stillstand keine Option ist. Wir wollen kritischer werden, nachhaltiger denken, mehr hinterfragen. Weniger „Das ist toll!“ und mehr „Aber ist es das wirklich?“

Ich bin kein Guru. Ich bin jemand, der Mechanismen versteht und sich dafür begeistert. Der Priming, Herding und Marken-Emotionalisierung nicht nur kennt, sondern darin schwelgt wie andere in Weinverkostungen. Der in die Tiefe geht, wenn andere an der Oberfläche bleiben. Der Werbung nicht konsumiert, sondern seziert.

Und der fest daran glaubt: Laut kann jeder. Bleibend ist die Kunst.