Kein Geheimtipp: Zur Krokusblüte am Hündle

Immer wieder haben wir von der Krokusblüte am Hündle bei Oberstaufen im schönen Allgäu gehört. In der Zeitung wurde darüber geschrieben, die Zeitschrift Die Allgäuerin hat von diesem Frühlingsausflug berichtet, und alle unsere Familienmitglieder, die sich glückliche Abonnenten der Allgäuerin nennen dürfen, ruften uns an, um uns von diesem „Geheimtipp“ zu berichten. Unsere Neugier war geweckt und wir wollten unbedingt herausfinden, was es mit den Krokussen auf sich hat.

Den richtigen Moment der Krokusblüte abpassen

Ein Geheimtipp ist die Krokusblüte am Hündle jedenfalls nicht. Es gibt sogar einen Ticker auf der Website der Hündle-Bahn, um den richtigen Moment der Blüte abzupassen. Von den aktuellen Webcam-Bildern einmal abgesehen, anhand derer man die Wetter- bzw. Schneelage dort oben verfolgen kann. Während also hier unten fröhlich Krokusse blühten und sogar schon verblühten, verfolgten wir digital die Entwicklungen am Hündle, um den perfekten Moment für unseren Frühlingsausflug zur Krokuswiese abzupassen. Dieser Moment war letztes Wochenende:  13°C und Sonnenschein und der Ticker sprach „Die lila-blauen Krokusse auf dem Hündle blühen in voller Pracht.“ Wenn das nicht mal eine Aussage ist!

Kein Geheimtipp für einen Frühlingsausflug

Leider waren wir wohl nicht die Einzigen, die den Ticker verfolgt haben. Der Parkplatz war schon vormittags voll und Massen an frühlingshungrigen Ausflüglern standen an der Bahn bzw. begaben sich zu Fuß auf den Weg nach oben. Wir entschieden uns nach einem kurzen Blick auf die Familienpreise für die kreislauffördernde Variante Aufstieg. Die 1,9 km und 280 hm über Schotter und Asphalt gewinnen zwar keinen Preis für den schönsten Wanderweg, aber ein wenig Bewegung schadet schließlich auch nicht. Unsere anfängliche Sorge, dass wir die Krokuswiese eventuell nicht finden könnten, erwies sich als völlig unbegründet: einfach den Schildern „Krokusblüte“ folgen (sofern man sie vor lauter Menschen sehen sollte). Ich neige hier natürlich zu leichten Übertreibungen, aber zwischenzeitlich fühlten wir uns dort oben schon ein wenig an einen alpinen Freizeitpark, zumindest an ein riesengroßes Spektakel, erinnert.

Der Weg von der Hündle-Bergstation zur Krokuswiese ist mit nur wenigen Höhenmetern verbunden und absolut kinderwagentauglich. In Kombination mit der Hündle-Bahn sowieso. Einkehrmöglichkeiten mit vielen Allgäuer Leckerein gibt es auch. Diese sind aber eigentlich nicht nötig, denn die Krokuswiese ist maximal 20 Minuten Fußweg von der Bahn entfernt und dort lässt es sich herrlich picknicken. Auf dem Weg dorthin kann man sogar noch ein echtes Gipfelkreuz erklimmen. Wer mag und viel Zeit mitbringt, geht von dort weiter zum Erlebniswanderweg „Hündle-Schwandalpe“ (Mehr erfahren ›), der am Ende zurück zur Bergstation führt.

Wir haben uns diesmal damit begnügt, gemütlich inmitten der Krokusse zu picknicken und die vielen Menschen beim Fotografieren zu beobachten. Einsam war es dort oben nicht, die einzige Krokuswiese im Allgäu ist es auch nicht, aber es war ein amüsanter Ausflug der für uns, nun ja, eher „touristischen“ Art. Sehenswert ist es allemal! Und beim nächsten Mal gibt es für uns wieder ein paar Trails und Höhenmeter mehr.

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