Familienwanderung im Allgäu: Auf zur Alpe Hochried

Für die perfekte Familienwanderung mit Kindern nehme man: kurze und abwechslungsreiche Pfade, ein wenig Abenteuer, Wasser, Tiere und leckeren Kuchen. Gibt es auf dem Weg noch gar einen Schatz zu bergen, sind auch die Kleinsten kaum mehr zu halten. Ein Ausflug zur Alpe Hochried unterhalb des Mittags bei Immenstadt kommt unserer Definition von einer perfekten Familienwanderung sehr nahe.

Viele Aufstiege führen zur Alpe Hochried

Die Sennalpe Hochried ist über eine kurze Wanderung ab der Talstation der Mittagbahn (alternativ ab dem Friedhof) erreichbar. Der Weg verläuft für kurze Zeit schattig und recht steil über viele Stufen durch den Wald (insgesamt 175 Höhenmeter). Dabei genießt man immer wieder schöne Ausblicke auf Immenstadt und den Kleinen Alpsee. Und natürlich kann man auf den vielen Stufen auch herrlich viele Motivations-Gummibärchen-Pausen Picknick-Pausen einbauen. Der Steig ist für Kinder durchaus geeignet: Unsere Große hat den Weg mit ihren vier Jahren schon prima bewältigt, der Kleine ließ sich freudig über die Stufen heben und die letzten paar Meter tragen. Wir persönlich haben die Erfahrung gemacht, dass unsere Kinder auf solchen Pfaden viel mehr Spaß haben also auf breiten, asphaltierten Wegen. Wer weniger Wurzeln bevorzugt, kann alternativ über den Schotterweg am Steigbachtobel aufsteigen (auch mit MTB gut machbar) oder mit der Mittagbahn zur Mittelstation fahren und von dort hinabsteigen.

Kühe, Kuchen, Käse – und der erste Stempel im Tourenbuch

Wir haben uns für den Abenteuerweg entschieden und wurden nach kurzer Zeit auf der Alpe belohnt mit Kuchen, frischen Getränken und – für unsere Tochter ganz wichtig – einem ersten Stempel in ihrem Tourenbuch für Kinder. Auf der Sennalpe Hochried sitzt es sich gemütlich in der Sonne, die Kinder können rutschen, schaukeln oder im Sandkasten spielen. Außerdem gibt es dort Hühner, Katzen und natürlich Kühe. Vom leckeren Bergkäse aus eigener Herstellung mal ganz zu schweigen. Für den solltet ihr auf jeden Fall Platz in der Kraxe oder dem Rucksack lassen (oder besser gleich einen leeren Rucksack mitnehmen und ihn mit viel Käse füllen).

Die Wiese um die Alpe herum wird übrigens bereits seit dem 17. Jahrhundert als Weide genutzt. Ein kleines Schild entlang des Weges weist darauf hin. „Das hohe Riedt“ war seit 1668 „Weide der unteren Kühe“; ab 1919 Melkalpe von Immenstadt; dann Galtalpe*, und ab 1957 Sennalpe.

Familienwanderung mit Schatzsuche und Wasser

Frisch gestärkt geht es dann zum zweiten Teil der Familienwanderung: Der Weg verläuft zunächst relativ eben über die Weide, dann leicht bergab auf Schotter zur Hölzernen Kapelle und dem Marienbild im Fels. Hier laden zwei große Picknick-Tische mit Bänken zu einer weiteren Rast ein. Oder ihr geht auf Schatzsuche, denn in der Gegend gibt es auch den einen oder anderen Geocache zu heben.

Im weiteren Verlauf gibt es wieder zwei Möglichkeiten: entweder über den Schotterweg entlang des Steigbachtobels zurück zum Ausgangspunkt, oder auf dem kleinen Pfad hinab ans Wasser. Trittsicherheit vorausgesetzt, denn an einigen Stellen geht es steil hinunter. Auf diesem Abschnitt hatten wir unseren Jüngsten in der Kraxe sitzen, während wir unsere Große öfters mal an die Hand genommen haben. Der Weg ist vor allem im Hochsommer ein absoluter Traum: rauschendes Wasser, Wasserfälle, und viele Steine. Wieder ein geeigneter Platz für eine kleine etwas längere Pause – und an manchen, sehr heißen, Tagen vielleicht sogar das eigentliche Ziel dieser schönen Ausflugsrunde.

*Auf einer Galtalpe wird nur Vieh gehalten, das noch keine Milch gibt.

 

Informationen zum genauen Wegverlauf findet ihr hier:

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