Seit unsere Kinder auf der Welt sind, hat sich unsere Sicht auf eine ideale Bergtour ein wenig verändert. Es geht nicht mehr nur um Höhenmeter und Kilometer schrubben, um viele Gipfel in möglichst wenig Zeit. Vielmehr stellt sich die Frage, welche Wege auch für unsere Kinder gut machbar sind und wie wir sie für einfache Bergtouren begeistern können.

Unsere kleinen Bergsteiger sind lieber unten unterwegs

Für kleine Ausflüge auf abenteuerlichen Pfaden bedarf es kaum besonderer Überredungskünste. Da sind die beiden (zwei und fünf Jahre alt) mit großem Eifer dabei. Sobald es aber steiler wird, sieht die Sache schon wieder ganz anders aus. Ein in Aussicht gestellter leckerer Kaiserschmarrn vor grandioser Bergkulisse als Belohnung für die vielen Höhenmeter? Das zieht bei unserer Tochter leider gar nicht, sie findet bergauf laufen auf Dauer einfach doof. Ihr kleiner Bruder macht es uns (noch) leicht: Sobald er einen Berg sieht, will er „steil hoch“ und weint, wenn wir unten bleiben. Allerdings schafft er es mit seinen zwei Jahren natürlich noch nicht selbst, sodass Kraxe oder Trage zur Grundausstattung gehören.

Kurzum: Sobald es bergauf geht, sind wir Eltern in zweierlei Hinsicht gefordert: Wir müssen die Kinder sowie das Gepäck tragen und gleichzeitig alle Register in Sachen Motivation ziehen. Da ist von Abenteuergeschichten, der Suche nach Drachenhöhlen, Zwergen oder Geocaches bis hin zu den manchmal notwendigen Gummibärchen-Pausen fast alles erlaubt.

Von Hütte zu Hütte zum Stempel sammeln

Was außerdem bei unseren Kindern zurzeit richtig gut zieht, ist das Stempel-Sammeln für ihr Tourenbuch mit dem passenden Namen Meine Berge. Tourenbuch für Kinder, welches uns vom Zwerg am Berg Verlag freundlicherweise kostenlos zur Verfügung gestellt wurde.

Ja, ihr habt richtig gehört: Stempel sammeln von Hütten- und Gipfel-Besuchen, das ist es, was unsere Tochter auf den Berg lockt. Nun, mit fünf Jahren werden bereits die Freundebücher im Kindergarten reihum gereicht. Da wird mit großer Begeisterung hineingemalt, gekritzelt, geschrieben und geklebt. Das Prinzip vom Tourenbuch für Kinder ist ganz ähnlich, nur dass es nicht von Kind zu Kind, sondern von Hütte zu Hütte gereicht wird, damit von diesen ein schöner Stempel ins genau dafür vorgesehene Fenster platziert wird.

Mit dem Tourenbuch für Kinder die eigene Tour beschreiben

Das Tourenbuch passt einfach perfekt in das Kritzel-Kratzel-Rätsel-Sammel-Alter unserer Kinder. Es bietet Platz für 18 Touren, die auch schon Vierjährige mit ein wenig Unterstützung selbst beschreiben können. Ein paar Fragen bleiben immer gleich, wie z.B. „Wohin sind wir gegangen?“ „Wie schwer war die Tour?“ „Wer war mit?“ „Wie war das Wetter?“ „Haben wir Tiere gesehen?“ Für Abwechslung sorgt eine weitere Seite, die sich von Tour zu Tour unterscheidet, und auf der gemalt, geklebt oder gerätselt wird. Diese eine Seite sowie der Hüttenstempel sind die beiden Hauptgründe, weshalb unsere Große jetzt ständig auf eine Hütte gehen möchte. Genau so wünscht man sich das als bergaffine Eltern.

Das Büchlein ist außerdem schön klein und handlich und passt in jeden noch so winzigen Kinderrucksack. Mit über 100 g wiegt es in Relation zur Größe zwar relativ viel, ist dafür aber auch robust. In der Neuauflage von 2016 sind zwei (leider lose) Seiten mit Aufklebern enthalten, welche bei den Kindern natürlich richtig gut ankommen. Eigentlich schade, dass es nicht mehr sind, aber dafür bleibt viel Platz zum kreativen Malen. Was ganz wichtig ist: Nehmt ein paar Buntstifte mit zum Wandern (ja, ich weiß, extra Gewicht), dann macht das Ausfüllen noch mehr Spaß. Schließlich sind nicht alle Hütten oder Alpen diesbezüglich ideal ausgestattet. Außerdem wollen die Kinder ihre restlichen Seiten vielleicht an einem schönen Aussichtsplatz fernab der Hütte ausfüllen.

Motivationshilfe Tourenbuch für Kinder

Mit Tipps und Tricks für Eltern

Übrigens richtet sich das Tourenbuch nicht nur an Kinder, sondern auch an deren Eltern. Auf über zehn Seiten gibt es zahlreiche fundierte Tipps zur Vorbereitung und für die Motivation on tour. Eine Packliste ist auch mit dabei, damit nichts vergessen wird.

Insgesamt finde ich das Tourenbuch für Kinder vom Zwerg am Berg Verlag sehr gelungen. Es motiviert die Kinder zum Hütten- und Gipfelsammeln und involviert sie in die gesamte Tour. Auf einmal interessiert es unsere Tochter wie viele Kilometer oder wie hoch sie gegangen ist. Haben noch mehr Kinder im Freundeskreis ein Tourenbuch, würde dies wahrscheinlich zu einem weiteren Motivationskick führen. Daran werden wir arbeiten, der nächste Kindergeburtstag kommt bestimmt!

Das Tourenbuch für Kinder kann entweder über die Website vom Zwerg am Berg Verlag oder über Amazon bestellt werden.

 

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